Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern


Mundgeschwüre durch Enteroviren
Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern

Geschwüre im Mund von Kleinkindern sind häufig ein Anzeichen für die Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Diese hochansteckende Viruserkrankung tritt vor allem im Spätsommer und Herbst auf. Die Experten des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklären, was dahinter steckt und wie die kleinen Patienten schnell wieder gesund werden.

Symptome beim Arzt abklären lassen

Am häufigsten leiden Kinder zwischen einem und vier Jahren an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Die Auslöser sind so genannte Enteroviren. Sie verbreiten sich über Tröpfcheninfektion, also Flüssigkeitspartikel in der Luft oder auf Oberflächen. Auch über Schmierinfektionen ist eine Übertragung möglich, beispielsweise über den Speichel oder den Stuhl der Betroffenen. Die Erkrankung äußert sich durch Bläschen und Geschwüre im Mund. „Mit Beginn der Krankheit kann das Kind Fieber bekommen, keinen Appetit haben und unter Halsschmerzen leiden. Im Verlauf von ein bis zwei Tagen bildet sich dann ein nicht juckender Hautausschlag, vor allem auf den Handflächen und Fußsohlen aus“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar. Eltern sollten ihre Kinder bei diesen Anzeichen unbedingt zum Kinder- und Jugendarzt bringen. Er stellt fest, ob es sich wirklich um die Hand-Mund-Fuß-Krankheit handelt. Der Arzt bestimmt außerdem, wie lange das erkrankte Kind zu Hause bleiben muss und nicht in den Kindergarten darf.
Gründliche Hygiene bremst Viren aus
Während der Erkrankung ist wegen der großen Ansteckungsgefahr eine gründliche Hygiene sehr wichtig. Dazu gehört für das erkrankte Kind und alle übrigen Familienmitglieder regelmäßiges Händewaschen. Außerdem ist mehrmals am Tag die Desinfektion der Hände ratsam. Zusätzlich dazu sollten Türklinken, gemeinschaftlich benutze Gegenstände und vor allem die sanitären Anlagen mit Viren abtötenden Reinigungsmitteln desinfiziert werden. Nach sieben bis zehn Tagen klingt die Hand-Mund-Fuß-Krankheit meist von selbst wieder ab. Allerdings sind Enteroviren häufig noch Wochen später im Stuhl enthalten. Deshalb ist auch nach Abheilen der Krankheit eine gründliche Hygiene beizubehalten. 
Viel trinken schützt vor Austrocknung

Normalerweise heilt die Hand-Mund-Fuß-Krankheit von selbst wieder ab. Medikamente lindern lediglich die Beschwerden der kleinen Patienten. Gegen das Fieber und die Schmerzen verschreibt der Arzt meist Mittel mit Paracetamol. Acetylsalicylsäure dagegen eignet sich nicht für Kinder, da sie bei virusbedingten Erkrankungen schwere Komplikationen auslösen kann. Gegen die schmerzenden Bläschen im Mund helfen spezielle Tinkturen oder Salben zum Spülen. „Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind trotz der Schmerzen im Mundraum genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Kühle Getränke erleichtern das Trinken. Zum Essen bieten sich Breie, Joghurt und Bananen an“, empfiehlt die Expertin.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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