Tabakentwöhnung auf Kassenkosten


Wissenschaftler starten Initiative
Tabakentwöhnung auf Kassenkosten

Forscher setzen sich dafür ein, dass die Krankenkassen verpflichtet werden, die Kosten einer Tabakentwöhnung zu zahlen. Mehrere medizinische Fachgesellschaften leiteten unter der Federführung des Wissenschaftlichen Aktionskreis Tabakentwöhnung (WAT) e.V. eine Klagen-Initiative ein, um die notwendigen Gesetzes- und Regelungsänderung zu erzwingen.

Rauchen in vielen Fällen eine Sucht

Bei einem Alkoholentzug werden notwendige Medikamente und Kurse von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt – bei einer Tabaksucht nicht. In der Fachwelt ist seit Jahren unstrittig: Tabakabhängigkeit ist in vielen Fällen eine Suchterkrankung. Eine nachhaltige Entwöhnung ist die wirksamste und kosteneffektivste Möglichkeit, die Sucht zu behandeln und die Tabak-assoziierten Folgeerkrankungen wie Lungenkrebs oder COPD abzuwenden oder deren Verlauf zumindest zu mildern. Trotzdem verweigern die Bundesregierung und das Bundesministerium für Gesundheit die notwendigen Konsequenzen, moniert der WAT. Kürzlich leitete er eine verfassungsrechtliche Klagen-Initiative zur Gleichbehandlung der Tabakabhängigkeit als Suchterkrankung und zum Patientenrecht auf sachgerechte medizinisch-psychotherapeutische Behandlung in die Wege.

Therapie mit Hilfe nachhaltiger

„Tabakentwöhnung ist eine der wichtigsten Therapieformen“. Wenn ein Tabakabhängiger den Zigarettenkonsum aufgeben will, „dann braucht er dabei professionelle Unterstützung“, betont Prof. Anil Batra, Vorsitzender des WAT, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Erhebungen zeigen: Wer ohne Hilfe mit dem Rauchen aufhört, erleidet viel häufiger Rückfälle, als Menschen, die ihre Entwöhnung durch Medikamente und Psychotherapie unterstützen. Bisher bezuschussen die Krankenkassen Entwöhnungskurse – Medikamentenkosten fallen zu Lasten des Patienten.

Weniger Folgeerkrankungen, weniger Krankheitskosten

“Unser Ziel ist, dass die medikamentöse Unterstützung und die psychosoziale Unterstützung finanziert werden müssen“, erklärt Prof. Batra. Der Experte schätzt die Kosten für eine nachhaltige Tabakentwöhnung auf 300 bis 450 Euro pro Raucher. Prof. Barta weist jedoch darauf hin: „Das ist hoch effektiv angelegtes Geld“, denn die Krankheits- und Behandlungskosten, die durch langjähriges Rauchen entstehen, liegen weit höher und würden dadurch eingespart.

Der Klageninitiative WAT haben sich unter anderem der Berufsverband der Pneumologen (BdP), die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie angeschlossen.

News

Was kann der Reishi-Pilz?
Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?   mehr

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com