Grüner Tee gegen Feigwarzen


Salbe bekämpft Warzen langfristig
Grüner Tee gegen Feigwarzen

Feigwarzen im Genitalbereich, die von Viren verursacht werden, sind operativ schnell entfernt. Das lästige Problem: Sie kommen immer wieder. Eine Salbe aus getrocknetem Grünen Teeextrakt soll dieses Problem lösen. Sie bekämpft Feigwarzen und reduziert die Rückfallrate, wie Studien zur Wirksamkeit der Salbe zeigen.

Rückfallrate unter zehn Prozent

„Der Therapieerfolg und die Rückfallrate hängen eng mit dem Immunsystem des Patienten zusammen“, sagt Prof. Eggert Stockfleth von der Charité gegenüber der Deutschen Apothekerzeitung (DAZ). Nur wenn das Immunsystem des Patienten aktiviert wird, können Feigwarzen langfristig bekämpft werden. Durch operative Eingriffe, Laserbehandlung oder Kältetherapie gelingt das nicht. Nach diesen Behandlungen kommen Feigwarzen immer wieder. Die Rückfallrate liegt bei 20 bis 100 Prozent.
Eine Salbe aus Grünem Tee, die unter dem Namen Veregen® auf den Arzneimittelmarkt vertrieben wird, soll das ändern. In Studien betrug die Rückfallrate nach drei Monaten Behandlung mit der Salbe nur noch durchschnittlich 6,5 Prozent. Das war für die Zulassung der Salbe durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ausschlaggebend. Dabei waren die Feigwarzen bei etwa der Hälfte der 401 Patienten vollständig verschwunden. Zu mindestens 50 Prozent abgeheilt waren sie bei fast 80 Prozent der Studienteilnehmer.

Wirksame Polyphenole
Die Wirkung des Grünteeextrakts beruht auf den so genannten Polyphenolen. Diese chemischen Verbindungen bekämpfen Viren, besonders wirksam die Humanen Papillom Viren (HPV). die Erreger von Feigwarzen. Polyphenole hemmen das Wachstum der Viren und aktivieren Immunzellen, die für die Abwehr der HPV verantwortlich sind.
Die Salbe wird dreimal täglich dünn auf die Warze aufgetragen. Ärzte empfehlen, vor und nach der Anwendung -  sowie vor sexuellem Kontakt - die Salbe von Händen und behandelten Hautflächen abzuwaschen. Auch sollte nur die Warzenoberfläche behandelt und die Salbe nicht direkt auf die Haut des Vaginalbereichs aufgetragen werden.

Hohe Ansteckungsgefahr
HPV verursachen neben Feigwarzen auch Gebärmutterhalskrebs. Sie sind sexuell übertragbar und breiten sich über Haut-Haut-Kontakte aus. Kondome bieten deshalb keinen völligen Schutz und die Ansteckungsgefahr ist hoch. Vor allem häufig wechselnde Sexualkontakte aber auch Rauchen erhöhen zusätzlich das Risiko.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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