Erste Hilfe fürs Auge


Jeder Notfall unterschiedlich
Erste Hilfe fürs Auge

Verletzungen am Auge sind Notfallsituationen, bei denen durch schnelle Erste Hilfe schwerwiegende Folgeschäden verhindert werden können. Was zu tun ist, hängt von der Art der Verletzung oder Sehstörung ab.
Bei Verätzungen sofort spülen
Augen-Verätzungen können von Säuren oder Laugen verursacht werden. Stark wirkende Säuren sind Schwefel-, Salpeter- und Flusssäure. Sie zerstören die oberflächlich Zellen im Auge. Augenverletzungen mit Laugen sind weit gefährlicher, da Laugen in die Hornhaut eindringen und in der Tiefe des Auges Zellen zerstören.

Die Erste Hilfe bei Verätzungen erfordert mindestens zwei Personen: Eine zieht die Augenlider auseinander, die zweite Person spült das Auge mit sehr viel Wasser oder Phosphatpufferlösung aus. Auf jeden Fall den Krankenwagen rufen! Bei Verätzungen mit Kalk darf keine Phosphatpufferlösung zum Einsatz kommen, da sonst unlösliche Verbindungen im Auge als "Brocken" ausfallen. Eine nicht rechtzeitig behandelte Augen-Verätzung kann die Hornhaut so stark schädigen, dass eine Transplantation der Hornhaut notwendig ist.

Fremdkörper: Schieben oder spülen
Fremdkörper verursachen die häufigste Verletzung des Auges. Betroffene kneifen das Auge zusammen und die Tränen fließen. Die Tränenflüssigkeit spült den Fremdkörper oft schon hinaus. Ist dies nicht der Fall, kann der Fremdkörper oft vorsichtig zur Nase hin geschoben oder mit Wasser herausgespült werden. Sitzt der Fremdkörper unter dem Oberlid oder in der Hornhaut, sollten Betroffene besser einen Augenarzt aufsuchen.

Verblitzungen sind schmerzhaft
Schmerzhaft, aber meist harmlos sind Verblitzungen, die sich beispielsweise Heimwerker beim Schweißen zuziehen können. Sechs bis acht Stunden nach dem Verblitzen setzt ein heftiges schmerzhaftes Fremdkörpergefühl ein. Betroffene kneifen das Auge lichtscheu zusammen, es tränt übermäßig. Verblitzen schädigt die Hornhaut oberflächlich. Eine antibakterielle Augensalbe unterstützt die Heilung des Auges. Es empfiehlt sich, das Auge mit einer Augenkompresse ruhig zu stellen.

Keine Salbe ans verbrannte Auge
Verbrennungen am Auge ähneln Verätzungen. Besonders gefährlich sind Verbrennungen mit flüssigem Metall. Spülen mit Wasser oder ein antiseptisches Augenbad bietet Erste Hilfe. Augensalben sind wegen der Gefahr eines Wärmestaus nicht geeignet. Nach der Erstversorgung gehört der Verletzte in die Augenklinik.

Eins aufs Auge bekommen? Kühlen!
Auch Prellungen am Auge sind eine Notfallsituation. Der Augapfel kann massiv geschädigt sein durch Einblutungen, Netzhaut-Einrisse oder Verschieben der Linse aus der Halterung. Die Erste Hilfe besteht aus Kühlen und dann führt der Weg so schnell wie möglich in die Augenklinik.

Bei Lichtblitzen an die Netzhaut denken!
Bei Lichtblitzen droht möglicherweise akute Gefahr für die Netzhaut. Sie kann ein Loch haben oder sich ablösen. Doppelbilder sind im nüchternen Zustand ebenfalls ein Gefahrenzeichen. Der Augenmuskel kann durch eine Durchblutungsstörung, einen Tumor oder eine Kopfverletzung gelähmt sein. Auch eine Fehlstellung des Auges kann zu Grunde liegen. Ein Augenarzt sollte die Ursache klären.

Augenbeschwerden als Hinweis für andere Erkrankungen
Akute Kopfschmerzen zusammen mit Augensymptomen sollten Betroffene stets ernst nehmen. Hier können Erkrankungen vorliegen, die unbehandelt zur Erblindung fortschreiten. Einseitige Kopfschmerzen zusammen mit einem einseitig roten Auge, teilweise mit reaktionsloser, weiter Pupille sowie Übelkeit und Erbrechen sind ein Hinweis für einen akuten Glaukomanfall. Ein Schläfenkopfschmerz mit  hervorstehender Schläfen-Schlagader und einseitiger plötzlicher Sehminderung weist auf eine Entzündung der Temporalarterie hin. Auch ein extremer Blutdruckabfall, eine Netzhautablösung und ein plötzlicher Gefäßverschluss verursachen ein akute Sehverschlechterung. Dann besser rasch in die Klinik.

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Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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