Weg mit der Krawatte!


Gehirn weniger gut durchblutet
Weg mit der Krawatte!

Kieler Forscher fanden heraus: Mit einem Schlips um den Hals verschlechterte sich die Durchblutung des Gehirns. Der Blutfluss nahm sogar nach dem Lockern des Knotens noch weiter ab.

Mit Schlips ins MRT

Das Team um den Schmerzforscher Robin Lüddecke vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein untersuchte 30 gesunde Männer mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren. Die Hälfte der Studienteilnehmer trug während der Untersuchung eine Krawatte mit typischem Windsor-Knoten. Von jedem Probanden fertigten die Forscher in 3 aufeinanderfolgenden Phasen von jeweils 15 Minuten Dauer eine Magnetresonanztomografie (MRT) des Gehirns an und ermittelten die Hirndurchblutung, den so genannten zerebralen Blutfluss (CBF). Der CBF gibt Auskunft über die Versorgung des Gehirns mit Blut und wird auf 100 Gramm Gehirnmasse bezogen.

In Phase 1 trug die Krawattengruppe den Schlips mit offenem Hemdkragen locker um den Hals. In Phase 2 mussten die Teilnehmer mit Krawatte den Knoten so weit zuziehen, dass sie sich ein wenig unbehaglich fühlten und in Phase 3 lockerten die Probanden die Krawatte wieder und öffneten das Hemd wie in der ersten Phase. Die Testpersonen ohne Schlips trugen in allen 3 Phasen den Hemdkragen in gleicher Form wie die Probanden mit Krawatte.

Krawatte schränkt Blutfluss ein

Bei den Krawattenträgern reduzierte sich der CBF nach Zuziehen des Knotens deutlich, im Mittel um 4,3 Milliliter pro Minute. Dies entsprach einer Abnahme um 7,5 Prozent. Sogar in Phase 3, also mit bereits wieder gelockertem Knoten, nahm die Hirndurchblutung um weitere 3,1 Milliliter pro Minute ab. In der Kontrollgruppe blieb der zerebrale Blutfluss in allen Phasen im Mittel konstant. Die Wissenschaftler betonen, dass trotz verminderter Durchblutung alle gemessenen Werte im Normbereich lagen.

Den reduzierten Blutfluss in der Phase mit eng sitzendem Schlips erklären die Forscher damit, dass die Krawatte die Durchblutung am Hals einschränkt und dadurch den Hirndruck erhöht. Für das weitere Absinken der Hirndurchblutung in Phase 3 vermuten Lüddecke und Kollegen einen Gewöhnungseffekt oder den verstärkten Abfluss von Blut aus dem Gehirn, nachdem die Engstelle in Form des Knotens wieder geöffnet wurde. Interessant für die Wissenschaftler sind vor allem die Effekte einer Krawatte auf spezielle Risikogruppen wie starke Raucher, ältere Patienten sowie Menschen mit Gefäßerkrankungen.

Quelle: Ärztezeitung

News

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com