Erwerbstätige: fit oder fertig?


Jeder Zweite gibt vor der Rente auf
Erwerbstätige: fit oder fertig?

Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) bestätigt: Nur jeder zweite Erwerbstätige geht mit dem offiziellen Eintrittsalter in Rente. Gesundheitliche Einschränkungen betreffen hauptsächlich ältere Arbeitnehmer.

Ältere Arbeitnehmer besonders stark belastet

Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer scheidet vor seinem gesetzlich festgelegten Renteneintrittsalter aus dem Berufsleben aus. „Besonders häufig von Frühverrentung betroffen sind Beschäftigte mit körperlich belastenden Berufen“, erläutert Thomas Grobe vom Göttinger Institut für Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen anlässlich der Vorstellung des Gesundheitsreports der TK für das Jahr 2017. Hauptgründe für das verfrühte Ausscheiden aus der Arbeitswelt sind Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sowie Schwerbehinderung. Dabei nimmt jeder Dritte aus dieser Gruppe eine Kürzung der Rente in Kauf, um Stress und körperliche Belastungen früher hinter sich zu lassen.

Eine Analyse der verschriebenen Arzneimittelmengen deutete ebenfalls auf hohe Belastungen besonders am Ende des beruflichen Lebens: Ältere Beschäftigte nahmen fast dreimal so viele Arzneimittel ein wie der Durchschnitt der Erwerbstätigen. Dabei machten Herz-Kreislauf-Medikamente den größten Anteil aus. Die Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen bekam hier das Vierfache der durchschnittlichen Arbeitnehmer verordnet. Gegen Ende des Berufslebens erhielten Arbeitnehmer auch häufiger Antidepressiva verschrieben wie ihre jüngeren Kollegen.

Betriebe und Politik in die Pflicht nehmen

„Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird an Bedeutung gewinnen“, deutet der Chef der TK Jens Baas die zukünftige Entwicklung. Die Politik müsse die Kassen bei ihren Präventionsanstrengungen unterstützen. Es gebe Berufe, die nicht bis zum Alter von 67 ausgeübt werden könnten. „Diese Arbeitnehmer sollten früher aus dem Berufsleben ausscheiden können, ohne dafür Einbußen bei der Rente hinnehmen zu müssen“, fordert Baas. „Es nützt nichts, das Rentenalter immer weiter hochzuschrauben, wenn ohnehin jeder zweite Arbeitnehmer vorzeitig aufgeben muss. Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen leistungsfähig bleiben und überhaupt bis zum Rentenbeginn arbeiten können.“

Quelle: Ärztezeitung

Weitere Informationen zum aktuellen Gesundheitsreport der TK.

News

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com