Hoher BMI fördert Gelenkverschleiß


Übergewicht schadet Knieprothese
Hoher BMI fördert Gelenkverschleiß

Normales Körpergewicht schont die Gelenke und vermeidet in einigen Fällen den Einsatz von künstlichen Kniegelenken. Auch Menschen mit Knieimplantat profitieren von einem Body-Mass-Index (BMI) im Normalbereich.

Normalgewicht macht viele Operationen überflüssig

Prof. Karl-Dieter Haller, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist sicher: „Übergewicht geht auf die Kniegelenke und ist einer der Hauptgründe für Arthrose.“ Je höher der BMI, desto schneller schreite der schmerzhafte Gelenkverschleiß voran. „Bei Übergewichtigen tritt die Kniegelenksarthrose oft schon in jungen Jahren auf“, ergänzt Heller. Schon 5 Kilogramm zu viel verdoppeln das Risiko, an einer Kniearthrose zu erkranken.

Zahlen des Robert Koch-Instituts belegen: Etwa 7 von 10 Männern und jede zweite Frau im Alter zwischen 18 und 79 Jahren sind übergewichtig, besitzen also einen BMI über 25. Jeder vierte Erwachsene gilt als adipös und liegt mit seinem BMI über 30. Mit dem Körpergewicht steigen auch die Risiken für Operationen. „Übergewicht geht oft mit Mehrfacherkrankungen, etwa Herz-Kreislauf-Problemen in Kombination mit Diabetes, einher“, erklärt Heller. Ausmaß und Tiefe des Operationsschnitts sind größer und die Präzision des operativen Eingriffs könne laut Heller beeinträchtigt sein. „Die Fettschicht ist schlechter durchblutet und damit auch die darüberliegende Haut. Dadurch sind die Wundränder unterversorgt und können absterben, […] der Nährboden für Infektionen ist damit gelegt.“

Gut vorbereitet in Prothesen-Operation

„Wir empfehlen unseren Patienten deshalb, vor einer geplanten Prothesen-OP abzunehmen und etwas für die allgemeine Fitness zu tun“, sagt Prof. Florian Gebhard, Präsident der AE-Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik. Übergewichtigen, die wenig trainiert sind, rät Gebhard, auf Elektrofahrräder umzusteigen. Sie schonen die Gelenke und unterstützen bei Anstiegen. Auch nach der Operation fordert Heller von den Patienten, regelmäßig ihr Gewicht zu kontrollieren und aktiv zu bleiben, denn auch das künstliche Gelenk profitiere von weniger Kilos und trainierter Muskulatur.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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