Heilungschancen bei Tuberkulose


Neue Kriterien ermöglichen Kontrolle
Heilungschancen bei Tuberkulose

Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten in Europa nur 31 Prozent der Tuberkulose-Patienten als geheilt. Voraussetzung dafür war der Auswurf, der nach Therapieabschluss in drei Analysen keine Tuberkulose-Bakterien aufweisen durfte.

Ein internationales Wissenschaftlerteam vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Borstel hat gemeinsam mit Ärzten des Tuberculosis Network European Trialsgroup (TBNET) die WHO-Kriterien auf ihre praktische Anwendbarkeit untersucht. „Wir haben festgestellt, dass die WHO-Kriterien für die Mehrzahl der Patienten in Westeuropa nicht anwendbar sind, da die geforderten Untersuchungen in der klinischen Praxis gar nicht durchgeführt werden“, erklärt Dr. Gunar Günther vom Klinischen Tuberkulosezentrum des DZIF.

Wissenschaftler optimieren Heilungs-Kriterien

Nach den von den Forschern neu entwickelten Kriterien gilt ein Patient von Tuberkulose als geheilt, wenn sechs Monate nach Therapiebeginn keine Bakterien mehr im Auswurf nachzuweisen sind. Außerdem darf der Patient ein Jahr nach Therapieabschluss keinen Rückfall erleiden. In diesem Zeitraum treten die meisten Rückfälle auf.

Neue Kriterien ergeben höhere Heilungschancen

Nach den neuen Kriterien konnten die Wissenschaftler eine rückfallfreie Heilung in 61 Prozent der multiresistenten Tubkerkulose-Fälle feststellen – die Heilungschancen waren insgesamt etwa doppelt so hoch wie bei der Anwendung der WHO-Kriterien. „Für die betroffenen Patienten ist das sehr ermutigend“, kommentiert Studienkoordinator Christoph Lange. Die Behandlung resistenter Tuberkuloseerreger stellt jedoch nach wie vor eine Herausforderung dar: „Es gibt noch viel zu tun, denn mindestens ein Drittel der Patienten können aktuell nicht geheilt werden“, erklärt Lange. „Wir sind dennoch optimistisch, dass wir durch personalisierte Medizin und individuelle Behandlungskonzepte in Zukunft die Heilungschancen auch dieser Patienten noch einmal deutlich verbessern können.“

Quelle: Lungenärzte im Netz, DZIF

News

Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen
Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen

Wenn die Narbe Probleme macht

Kaiserschnitte sind in Deutschland häufig. 2024 war jede dritte Geburt eine Kaiserschnittentbindung. Neben medizinischen Gründen spielen dabei auch Ängste und Lifestyle-Faktoren eine Rolle. Dass die durch den Kaiserschnitt entstandene Narbe dabei kein rein kosmetisches Problem ist, übersehen dabei viele.   mehr

Vit-D-Tabletten komplett auflösen!
Vit-D-Tabletten komplett auflösen!

Aufpassen bei Säuglingen

Für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Knochen bekommen Säuglinge täglich Vitamin D. Wird es als Tablette verabreicht, heißt es aufpassen: Denn wenn sich die Tablette nicht vollständig auflöst, kann das Kind daran ersticken.   mehr

Im Sommer droht Gewitterasthma
Im Sommer droht Gewitterasthma

Wenn Atemnot in der Luft liegt

Gewitter und eine hohe Pollenbelastung sind eine gefährliche Kombination für Menschen mit Asthma oder andere allergischen Erkrankungen. Denn während des Unwetters und kurz danach droht ihnen ein Gewitterasthma.   mehr

Sonnenschutz für die Lippen
Frau trägt im Auto kosmetischen Lippenstift auf. Vor Sonnenbrand bewahren nur spezielle Sonnenschutz-Produkte.

Sonnenbrand-Gefahr nicht ignorieren

Sonnencreme gehört im Sommer für die meisten zur Grundausstattung. Doch kaum jemand denkt daran, auch die Lippen vor UV-Strahlung zu schützen. Dabei ist die empfindliche Lippenhaut ganz besonders gefährdet.   mehr

Warzen bekämpfen – so geht’s
Warzen bekämpfen – so geht’s

Lästiges Hautproblem

Warzen sind ein häufiges Problem. Vor allem Kinder und Jugendliche bringen sie gerne aus Hallenbädern und Gemeinschaftsduschen mit. Wie wird man sie am besten wieder los?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com