Impfempfehlungen 2016


Pneumokokken-Impfung im Fokus
Impfempfehlungen 2016

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Pneumokokken-Schutzimpfung für Senioren und andere gefährdete Risikogruppen. Ein Überblick.

Pneumokokken sind in Europa die Hauptursache von bakteriellen Lungenentzündungen. Die STIKO schätzt, dass jedes Jahr mehr als 5.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Pneumokokken-Erkrankung sterben. Besonders gefährdet sind Kinder unter 2 Jahren, Menschen ab 60 Jahren sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grundkrankheiten, zum Beispiel Personen mit einer Immunschwäche oder mit chronischen Krankheiten von Herz oder Lunge.

Zwei Impfstoffe: Wann eignet sich welcher?

Seit 1983 steht der 23-wertige Pneumokokken-Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23) zur Verfügung. Er wirkt gegen 23 Pneumokokken-Typen. Seit einigen Jahren gibt es zusätzlich einen 13-wertigen Pneumokokken-Impfstoff (PCV13). Nach gründlicher Analyse aller verfügbaren Studien empfiehlt die STIKO für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren eine alleinige Impfung mit PPSV23. Laut STIKO ist für Personen mit einer Immunschwäche und einige wenige weitere Risikogruppen eine zusätzliche Impfung mit PCV13 sinnvoll. Für Kinder unter 2 Jahren gilt die Empfehlung der routinemäßigen Impfung mit PCV13, weil sie nach Impfung mit PPSV23 keine ausreichende Immunantwort entwickeln.

Pneumokokken und Grippe: 2 Impfungen, 1 Termin

Eine bessere Umsetzung der Impfempfehlungen ist wünschenswert: Bislang sind nur 31 Prozent der Senioren (im Alter von 65 bis 79 J.) gegen Pneumokokken geimpft. Das zeigen Daten der Deutschen Erwachsenengesundheitsstudie DEGS des Robert Koch-Instituts. Dabei verursacht die Pneumokokken-Impfung kaum zusätzlichen Aufwand. Sie kann beim gleichen Impftermin durchgeführt werden wie die Grippeschutzimpfung, die von der Ständigen Impfkommission ebenfalls für Ältere und für chronisch Kranke aller Altersstufen empfohlen wird.

Quelle: Robert Koch-Instititut

Die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission und einen aktuellen Impfkalender finden Interessierte auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

News

Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen
Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen

Wenn die Narbe Probleme macht

Kaiserschnitte sind in Deutschland häufig. 2024 war jede dritte Geburt eine Kaiserschnittentbindung. Neben medizinischen Gründen spielen dabei auch Ängste und Lifestyle-Faktoren eine Rolle. Dass die durch den Kaiserschnitt entstandene Narbe dabei kein rein kosmetisches Problem ist, übersehen dabei viele.   mehr

Vit-D-Tabletten komplett auflösen!
Vit-D-Tabletten komplett auflösen!

Aufpassen bei Säuglingen

Für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Knochen bekommen Säuglinge täglich Vitamin D. Wird es als Tablette verabreicht, heißt es aufpassen: Denn wenn sich die Tablette nicht vollständig auflöst, kann das Kind daran ersticken.   mehr

Im Sommer droht Gewitterasthma
Im Sommer droht Gewitterasthma

Wenn Atemnot in der Luft liegt

Gewitter und eine hohe Pollenbelastung sind eine gefährliche Kombination für Menschen mit Asthma oder andere allergischen Erkrankungen. Denn während des Unwetters und kurz danach droht ihnen ein Gewitterasthma.   mehr

Sonnenschutz für die Lippen
Frau trägt im Auto kosmetischen Lippenstift auf. Vor Sonnenbrand bewahren nur spezielle Sonnenschutz-Produkte.

Sonnenbrand-Gefahr nicht ignorieren

Sonnencreme gehört im Sommer für die meisten zur Grundausstattung. Doch kaum jemand denkt daran, auch die Lippen vor UV-Strahlung zu schützen. Dabei ist die empfindliche Lippenhaut ganz besonders gefährdet.   mehr

Warzen bekämpfen – so geht’s
Warzen bekämpfen – so geht’s

Lästiges Hautproblem

Warzen sind ein häufiges Problem. Vor allem Kinder und Jugendliche bringen sie gerne aus Hallenbädern und Gemeinschaftsduschen mit. Wie wird man sie am besten wieder los?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com