Blähungen bei Reizdarm


Brotbacktechniken mindern Leiden
Blähungen bei Reizdarm

Ein goldgelbes Weizenbrötchen mit Butter und Marmelade zum Frühstück? Bei Patienten mit Reizdarm hält die Freude nach dem Verzehr nicht lange an. Viele von ihnen leiden danach an starken Blähungen. Doch die traditionelle Brotbackart verspricht beschwerdeärmeren Frühstücksgenuss.

An Reizdarm leiden 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Die Ursachen sind bisher noch nicht gänzlich geklärt, es gibt jedoch viele Theorien. Verzehren Patienten Weizenprodukte aus herkömmlichen Brotarten und leiden anschließend an starken Blähungen, könnten hierfür spezielle Zucker verantwortlich sein, sogenannte FODMAPs (fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole). Diese im Weizennkorn gespeicherten niedermolekularen Zucker bestehen aus 1–14 Zuckermolekülen, die der Dünndarm nicht ausreichend abbauen kann. Folglich gelangen sie unverdaut in den Dickdarm, wo sie Verdauungsschwierigkeiten verursachen können. Vor allem die im Mehl enthaltenen Fructane sorgen dafür, dass sich große Mengen Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan bilden. Die Gase blähen den Darm auf und führen bei Betroffenen teils zu großen Schmerzen.

Beschwerden verringern sich mit fortschreitender Teig-Gehzeit

Daraufhin nahmen die Wissenschaftler die Teigbereitung ins Visier: Sie analysierten die aus den Getreidemehlen bereiteten Teige nach einer, zwei, vier und viereinhalb Stunden Gehzeit. Das Ergebnis: Nach einer Stunde wiesen die Teige aller Getreidesorten die höchste Menge an FODMAPs auf. Nach viereinhalb Stunden waren selbst im Teig aus Brotweizen nur noch 10 Prozent der niedermolekularen Zucker enthalten. „Die in der Regel langsamere Brotbereitung im traditionellen Bäckerhandwerk sorgt dafür, dass die Beschwerden verursachenden Bestandteile im Brot bis zum Backen bereits abgebaut sind“, erklärt Prof. Carle vom Hohenheimer Lehrstuhl Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel. „Großbäckereien dagegen backen ihre Teiglinge meistens bereits nach einer Stunde Gehzeit. Das ist der Zeitpunkt, an dem nach unserer Analyse die meisten FODMAPs im Teig enthalten sind.“

News

Magen-Darm-Infekt vom Küchenschwamm
Magen-Darm-Infekt vom Küchenschwamm

Gefährliche Keimschleuder

Ein Küchenschwamm kann sauber aussehen und trotzdem Millionen Bakterien beherbergen. Damit über die Arbeitsflächen keine Krankheitserreger auf Speisen übertragen werden, sollte man ein paar Hygieneregeln beachten.   mehr

Reisen mit der Anti-Baby-Pille
Ein Pärchen sitzt bei Sonnenuntergang am Strand und küsst sich.

Tipps für den Urlaub

Eine größere Reise bringt einige Herausforderungen mit sich. Neben dem Packen und der Anfahrtsplanung sollte dabei auch die Verhütungsplanung mit der Anti-Baby-Pille nicht vergessen werden.   mehr

Sonnenbrille schützt vor Augenschäden

Nahaufnahme einer Frau mit Sonnenbrille vor einem Sonnenuntergang.

Ab UV-Index von 3 aufsetzen

Ob am Strand, auf der Terrasse oder im Gebirge: Dass man in der Sonne die Haut vor UV-Strahlen schützen muss, ist inzwischen selbstverständlich. Weniger bekannt ist, dass auch die Augen Schutz vor dem UV-Licht benötigen.   mehr

Gesund baden
Gesund baden

Tipps für Frauen und Mädchen

Sommerzeit ist Badezeit. Doch gerade nasse Badekleidung begünstigt Infektionen. Einige Regeln helfen Frauen, vorzubeugen.   mehr

Nicht jedes Medikament ist sicher
Nicht jedes Medikament ist sicher

Arzneimittelkauf im Urlaub

Medikamente im Urlaub spontan vor Ort kaufen? Das kann in manchen Ländern riskant sein. Gesundheitsexpert*innen warnen vor gefälschten oder minderwertigen Arzneimitteln und geben Tipps, wie sich Reisende vor gesundheitlichen Folgen schützen können.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com