Bekämpfung von Aids und Hepatitis


Geplante Eliminierung bis 2030
Bekämpfung von Aids und Hepatitis

Erkrankungen wie Hepatitis C (HCV) und Aids haben ähnliche Übertragungswege und Risiken. Akteure des Gesundheitssystems und Politiker wollen diese Gemeinsamkeiten in der Prävention, Diagnostik und Testung dieser Krankheiten nutzen, um sie zu bekämpfen.

Zur Realisierung dieser Ziele hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine gemeinsame Strategie entwickelt, um alle Krankheiten einzudämmen, die durch Blut oder Geschlechtsverkehr übertragen werden. Aktuell liegt der Plan zur Bewilligung dem Bundesrat und Bundestag vor.

Strategie zur Eindämmung

„Durch das frühzeitige Erkennen von Infektionen können Menschen schneller behandelt und – wie im Fall von Hepatitis C – sogar geheilt werden. So können nicht nur weitere Infektionen, sondern auch Spätfolgen der Erkrankung verhindert werden“, erklärt Dr. Dietrich Hüppe, wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Hepatitis C-Registers. Um dies zu erreichen, verfolgt die Strategie mehrere Maßnahmen zugleich. „Deshalb werden insbesondere die Bereiche Prävention, Früherkennung und schnelle Überführung in Therapien mit der neuen Strategie weiter ausgebaut. Im Mittelpunkt steht dabei, die Öffentlichkeit besser über die Krankheiten, ihre Übertragungswege und mögliche Schutzmaßnahmen aufzuklären. Dazu wird auch eine engere Vernetzung der staatlichen Institutionen, des Gesundheitsbereichs, freier Träger, Selbsthilfeorganisationen und weiterer Akteure angestrebt, die gewährleisten soll, dass betroffene Menschen besser erreicht und Ressourcen stärker gebündelt werden“, ergänzt der Hepatologe in der Gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis Herne.

Mut für einen Test schützt Betroffene und Gesellschaft

Eine weitere Säule in der Bekämpfung der Infektionenskrankheiten bildet die Weiterentwicklung von Präventions-, Test- und Versorgungsangeboten. Das Informieren über die Krankheiten und Entgegenwirken der bisherigen gesellschaftlichen Stigmatisierung von Erkrankten soll einerseits das Schutzverhalten der Bevölkerung aufrechterhalten, andererseits Menschen mit einem Infektionsrisiko zu einem Test motivieren. Denn wird eine Infektion frühzeitig erkannt, besteht bei Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien und sogar bei Hepatitis C Aussicht auf Heilung. „Gerade im Fall von Hepatitis C (HCV) – einer Lebererkrankung, die man mit den heutzutage zur Verfügung stehenden Medikamenten nicht nur behandeln, sondern tatsächlich auch heilen kann – sind die Erkennung von 99 Prozent aller HCV-Infizierten und das effektive Verhindern von Neu- und Reinfektionen durch intensivierte Aufklärung und Prävention die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Elimination der HCV-Viren“, betont Dr. Hüppe.

Ausblick bieten Wenn-dann-Szenarios des „Eco Hep Models 2016“

Bei einer vorliegenden Infektion mit dem HI-Virus oder Hepatitis B kann eine entsprechende Behandlung dem Fortschreiten oder Spätfolgen – beispielsweise Organschäden oder Krebserkrankungen – gegensteuern. Überdies schützt die Klarheit über die gesundheitliche Situation andere Menschen, bei denen sonst im Falle einer Übertragung ebenfalls ein Erkrankungsrisiko bestehen würde.

Dass die Umsetzung der geplanten Strategie unbedingt notwendig ist, zeigt das sogenannte „Eco Hep Model 2016“: Das Weiter-so-wie-bisher-Szenario würde einer endgültigen Bekämpfung der Viren im Wege stehen. Darüber hinaus würden bis 2040 mindestens 800 Millionen Euro mehr indirekte Kosten auf die verschiedenen Kostenträger zukommen. Wird der Plan hingegen nach dem Eliminationsszenario verwirklicht, würde dies zwar anfänglich einen erhöhten Kostenaufwand bedeuten, die Zahl der HCV-infizierten bis 2030 hingegen um mindestens 99 Prozent senken.

„Eco Hep Models 2016“

Broschüre zur „Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen“

Internisten im Netz

News

Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen
Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen

Wenn die Narbe Probleme macht

Kaiserschnitte sind in Deutschland häufig. 2024 war jede dritte Geburt eine Kaiserschnittentbindung. Neben medizinischen Gründen spielen dabei auch Ängste und Lifestyle-Faktoren eine Rolle. Dass die durch den Kaiserschnitt entstandene Narbe dabei kein rein kosmetisches Problem ist, übersehen dabei viele.   mehr

Vit-D-Tabletten komplett auflösen!
Vit-D-Tabletten komplett auflösen!

Aufpassen bei Säuglingen

Für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Knochen bekommen Säuglinge täglich Vitamin D. Wird es als Tablette verabreicht, heißt es aufpassen: Denn wenn sich die Tablette nicht vollständig auflöst, kann das Kind daran ersticken.   mehr

Im Sommer droht Gewitterasthma
Im Sommer droht Gewitterasthma

Wenn Atemnot in der Luft liegt

Gewitter und eine hohe Pollenbelastung sind eine gefährliche Kombination für Menschen mit Asthma oder andere allergischen Erkrankungen. Denn während des Unwetters und kurz danach droht ihnen ein Gewitterasthma.   mehr

Sonnenschutz für die Lippen
Frau trägt im Auto kosmetischen Lippenstift auf. Vor Sonnenbrand bewahren nur spezielle Sonnenschutz-Produkte.

Sonnenbrand-Gefahr nicht ignorieren

Sonnencreme gehört im Sommer für die meisten zur Grundausstattung. Doch kaum jemand denkt daran, auch die Lippen vor UV-Strahlung zu schützen. Dabei ist die empfindliche Lippenhaut ganz besonders gefährdet.   mehr

Warzen bekämpfen – so geht’s
Warzen bekämpfen – so geht’s

Lästiges Hautproblem

Warzen sind ein häufiges Problem. Vor allem Kinder und Jugendliche bringen sie gerne aus Hallenbädern und Gemeinschaftsduschen mit. Wie wird man sie am besten wieder los?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com