Gedächtnisprobleme im Alter


Tipps zum Planen des Arztbesuches
Gedächtnisprobleme im Alter

Vergesslichkeit, Orientierungsprobleme und fehlende Worte? Erste Anzeichen von Alzheimer sollten Betroffene zeitnah von ihrem Hausarzt abklären lassen. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) gibt Tipps, wie Patienten den Besuch am besten planen.

Checkliste mit eigenen Fragen

Bei einem Arztgespräch geht der Patient mit hohen Erwartungen in die Praxis: Er erhofft sich Antworten auf seine Fragen und eine geeignete Therapie. Damit Patienten trotz Zeitmangel keine Fragen vergessen, hilft es, sie sich im Vorfeld zu notieren und in die Sprechstunde mitzunehmen. Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten über Risiken und Erfolgschancen, Kosten und Behandlungsalternativen sowie die Auswirkungen einer Behandlung auf den Lebensalltag aufzuklären. Kommen Fragen und Unklarheiten auf, ist es am besten, sie sofort zu stellen. Um zentrale Sachverhalte besser zu verstehen und nicht zu vergessen, können sich Betroffene während des Gespräches Stichpunkte notieren.

Checkliste für den behandelnden Arzt

Der Arzt benötigt für die Diagnose und Therapiewahl einige Informationen. Überlegen sich Betroffene im Vorfeld Antworten auf mögliche W-Fragen des Arztes, erleichtert dies die Kommunikation.

  • Welche Symptome liegen vor? Sind sie physischer oder psychischer Natur?
  • Wann begannen die Beschwerden?Um welche Tageszeit treten die Beschwerden auf und wie lange dauern sie an?
  • Wie oft treten die Beschwerden auf?
  • Wodurch verbessert oder verschlechtert sich der Zustand?
  • Wie sehr schränken die Beschwerden im Alltag ein?

Zusätzlich benötigt der Arzt Angaben zu aktuell eingenommenen oder kürzlich erst abgesetzten Medikamenten. Hierzu zählen sowohl verschreibungspflichtige als auch frei verkäufliche Mittel wie Vitamine oder Augentopfen.
Das Gespräch erleichtern mit Offenheit und Vertrauen
Offenheit und Vertrauen sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Kommunikation. Die AFI ermutigt Betroffene, auch persönliche oder unangenehme Sachverhalte zu nennen. Einige Anzeichen von Alzheimer wie Vergesslichkeit, Orientierungsschwierigkeiten oder Wortfindungsprobleme mögen für den Patienten unangenehm sein. Ärzte hingegen sind solche Gespräche gewohnt. Darüber hinaus sind die Angaben wichtige Informationen, mit Hilfe derer Ärzte die Situation besser beurteilen. Auch die Bedeutung von Themen wie Alkoholgenuss, familiäre Probleme, Trauer oder Depressionen helfen bei der Diagnosestellung und Wahl der geeigneten Therapie. Es lohnt sich also, diese Sachverhalte anzusprechen.

Wer ungern alleine zum Arzt geht, bittet einen Familienangehörigen oder guten Freund, ihn zu begleiten. Für Patienten mit einer anderen Muttersprache ist ein Übersetzer hilfreich.

Tipp: Patienten haben jederzeit das Recht, Einsicht in ihre Krankenakte zu nehmen und sich eine Kopie erstellen zu lassen. Die Anfertigung kann mit Kosten verbunden sein.

Informationsmaterialien der AFI zu Alzheimer können kostenfrei bestellt werden bei

                                      Alzheimer Forschung Initiative e.V.
                                                      Kreuzstraße 34
                                                   40210 Düsseldorf

bestellt werden. Alternativ können Sie die Übersicht anfordern über www.alzheimer-forschung.de, Rubrik "Aufklärung & Ratgeber",
über E-Mail an info@alzheimer-forschung.de oder
telefonisch unter 0211/86 20 66 anfordern.

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Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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