Hörstörungen bei Jugendlichen


Zu laute Musik schädigt Gehör
Hörstörungen bei Jugendlichen

Hörstörungen bei Jugendlichen haben sich in den letzten 24 Jahren verdoppelt. Neben Umwelteinflüssen gilt zu laute Musik als ein starker Risikofaktor. Welche Lautstärke ist unbedenklich?

Hörstörungen schon früh erkennbar

Ärzte des Universitätsklinikums Regensburg untersuchten das Hörvermögen von rund 2200 Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren und befragten die Heranwachsenden hinsichtlich Musikkonsum und -lautstärke. Bei fast jedem vierten Jugendlichen überschreitet die MP3-Musik demnach einen Geräuschpegel von 85 Dezibel (dB). Zum Vergleich: Für Wohngebiete gilt ein Grenzwert von 65 dB am Tag und 57 Dezibel dB in der Nacht bereits als gesundheitsgefährdend. „2,4 Prozent der untersuchten Schüler wiesen eine Senke ihres Hörvermögens im Hochtonbereich auf“, erläutert Professor Dr. med. Jürgen Strutz, Ärztlicher Direktor an der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des Universitätsklinikums Regensburg. „Dies ist ein Hinweis auf eine beginnende Lärmschwerhörigkeit.“

Gehör schonen – Lautstärke drosseln

Lärmbedingte Hörstörungen seien vermeidbar, meinen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC). Deshalb haben sie zusammen mit der Bundesärztekammer eine Empfehlung „Zur Frage der Vermeidung von Hörstörungen durch Freizeitlärm im Kindes- und Jugendalter“ beschlossen. Im Zentrum steht die Nutzung von Audiogeräten wie MP3-Playern durch Kinder und Jugendliche. „Wir empfehlen, die Lautstärke dieser Geräte und Kopfhörer auf maximal 80 dB zu begrenzen“, rät Professor Dr. med. Werner Hosemann, Kongresspräsident der DGHNO KHC. Zudem sollten Jugendliche die Lautstärke der Geräte nicht bis zum Anschlag aufdrehen. „Es ist wichtig, gerade bei Musik zwischen Lautstärke und Lärm zu unterscheiden“, betont Professor Strutz.

Neue Regeln fordern die Experten zudem für Konzertbesuche und laute Kinderspielzeuge: „Bei Spielzeugen mit Knalleffekten sollten Hersteller den Spitzenschallpegel angeben.“ Für Musikveranstaltungen empfiehlt die DGHNO KCH die akustische Belastung auf einen Dauerschallpegel unter 95 dB und einen Spitzenschallpegel von unter 100 dB zu begrenzen.

News

Wie sinnvoll ist die Zungenbändchen-OP?
Wie sinnvoll ist die Zungenbändchen-OP?

Nicht vorschnell entscheiden

Klappt das Stillen nicht, steht schnell die Vermutung „verkürztes Zungenbändchen“ im Raum. Ein kurzer Eingriff soll das Problem beseitigen. Aber funktioniert das wirklich?   mehr

Diabetes bei Frauen oft übersehen
Diabetes bei Frauen oft übersehen

Gendermedizin beim Stoffwechsel

Frauen und Männer unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht – auch in ihrem Stoffwechsel. Das hat Auswirkungen auf die Entstehung von Krankheiten und deren Diagnose. So wird beispielsweise ein Typ-2-Diabetes bei Frauen häufig später erkannt als bei Männern.   mehr

7 Tipps zum Inhalieren von Asthmaspray
7 Tipps zum Inhalieren von Asthmaspray

Häufige Fehler vermeiden

Damit ein Asthmaspray gut wirken kann, muss es bis tief in die Lunge vordringen. Doch das ist gar nicht so einfach. Vor allem ältere Patient*innen machen beim Inhalieren einiges falsch.   mehr

Zuckermedikament schützt Auge
Patient bekommt den Augeninnendruck mit einem Goldmann-Ophthalmotonometer  gemessen.

Nützlicher Nebeneffekt

GLP-1-Rezeptoragonisten senken bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht nur den Blutzucker. Sie schützen offenbar auch vor einem Glaukom.   mehr

Was ist dran am Proteinhype?
Frau sitzt auf Trainingsmatte und bereitet sich einen Protein-Shake zu.

Joghurt mit Eiweiß bitte

Joghurt mit High Protein, Schokolade mit Protein, oder gleich ein ganzes Regal mit Proteinshakes – Lebensmittel mit Proteinzusatz sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Die Versprechen der Industrie sind groß: Wer mehr Proteine isst, nimmt ab, Proteine machen Muskeln und Veganer*innen sind vom Mangel bedroht. Stimmt das?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Lenau-Apotheke
Inhaber Thomas Olczok
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com