O-Beine durch Leistungs-Kicken


Je intensiver, desto riskanter
O-Beine durch Leistungs-Kicken
Alex Borovski/Shutterstock.com

Macht Fußballspielen O-Beine? Beim Anblick der vielen krummbeinigen Spieler, die sich in Bundesliga oder Champions League so auf dem Rasen tummeln, könnte man das durchaus glauben. Ob es wirklich stimmt, haben jetzt Sportmediziner in einer neuen Studie untersucht.

2600 Beine lügen nicht

Der Schein trügt nicht – Fußballspieler haben tatsächlich besonders häufig O-Beine. Doch noch immer wird darüber gestritten, was dabei Henne und was Ei ist: Macht der beliebte Rasensport aus geraden Knabenbeinen O-Beine oder landen o-beinige Jungs häufiger beim Fußball, weil sie damit besser dribbeln können? Forscher von der LMU München wollten das jetzt genau wissen und untersuchten die Daten von über 1300 jungen, männlichen Leistungs-Fußballern und einer gleich großen Kontrollgruppe. Das Ergebnis: Intensives Fußballtraining in der Jugend erhöht das Risiko für O-Beinen signifikant.

Empfindliche Wachstumsfugen

Eine Ursache für O-Beine sind kleine und kleinste Verletzungen im Bereich des Schienbeinkopfes, und zwar dort, wo die Wachstumsfuge liegt. In diesem Bereich findet bis zum Ende der Pubertät das Längenwachstum der Knochen statt. Bei Jungen verknöchern die Wachstumsfugen etwa im 16. Lebensjahr, bei Mädchen früher. Kommt es nun durch intensive Kontaktsportart wie Fußballspielen immer wieder zu kleinen, unbemerkten Verletzungen im Bereich der offenen Wachstumsfugen, kann ein fehlerhaftes Wachstum des betroffenen Knochens resultieren. Im Falle des Schienenbeins kommt es zum Beispiel zu O-Beinen, berichtet der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Florian Wolf von der LMU München.

Auf die Intensität kommt´s an

Dass leistungsorientierter, sehr intensiver Fußball bei Heranwachsenden das Risiko für O-Beine erhöht, haben auch andere Studien nachgewiesen. Als Auslöser werden neben den Mikrotraumen im Wachstumsfugenbereich auch noch andere Faktoren wie mechanische Belastungen durch schnelle Richtungswechsel diskutiert. Auf den gemäßigten Breitensport möchten die Sportmediziner die Ergebnisse jedoch nicht übertragen. Freizeitsport fördert die Entwicklung Heranwachsender, betonen die Studienautoren. Sinnvoll ist aber in jedem Fall, beim Fußballtraining die Kniegelenksstabilität durch passende Übungen zu stärken und etwaige O-Beine und Knieschmerzen vom Sportmediziner abklären und wenn nötig behandeln zu lassen.

Quelle: IDW 

News

Hormontherapie fördert Brustkrebs
Hormontherapie fördert Brustkrebs

Höheres Risiko erneut bestätigt

Weltweit nehmen 12 Millionen Frauen Hormone gegen Wechseljahrsbeschwerden ein. Eine Studie bestätigt nun aber erneut: Hormonpräparate erhöhen das Risiko für Brustkrebs. Wann das Risiko besonders hoch ist, zeigt eine neue Metanalyse von 58 Brustkrebs-Studien.   mehr

Sozialphobie schränkt das Leben ein
Sozialphobie schränkt das Leben ein

Angst nicht zum Alltag werden lassen

Das Leid von Menschen mit sozialer Phobie ist groß, denn in ihrem Alltag sind sie stark eingeschränkt. Die Erkrankung lässt sich allerdings in vielen Fällen erfolgreich behandeln.   mehr

Auch leise Töne machen krank
Auch leise Töne machen krank

Ohrenbetäubend

Tatsache ist: Lärm macht krank. Aber auch leisere, als störend empfundene Töne können auf das Gemüt schlagen. Aktuelle Studien zeigen, dass auch bei einer andauernden „leisen“ Lärmbelastung ernsthafte Erkrankungen drohen.   mehr

Sichere Brillen für den Schulsport
Sichere Brillen für den Schulsport

Modelle werden immer sporttauglicher

Was tun mit der Brille im Schulsport? Ohne Sehhilfe steigt das Risiko für Sportunfälle. Mit ungeeigneter Brille drohen schwere Verletzungen. Die Uni Bochum prüfte Brillen auf ihre Sporttauglichkeit. Ihr Fazit fiel zunehmend erfreulich aus.    mehr

Nutri-Score rettet Leben
Nutri-Score rettet Leben

Weniger Kalorien, weniger Todesfälle

Sind Lebensmittel mit der Nutri-Score-Ampel ausgezeichnet, landen nicht nur weniger Kalorien im Einkaufskorb. Es lassen sich auch Tausende Todesfälle durch ernährungsbedingte Erkrankungen verhindern, rechnen französische Forscher vor.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Lenau-Apotheke
Inhaber Carsten Schmitz
Telefon 0211/62 72 45
Fax 0211/62 78 16
E-Mail beratung@lenau-apotheke.com